Service Hotline: 0 20 53 / 49 62 350
Kostenloser Versand in Deutschland!

Mit Gewächshäusern wächst die Hoffnung auf bessere Zeiten

AMSTERDAM (Reuters) - Ein niederländisches Restaurant hat eine Idee entwickelt, wie man im Zeitalter des Coronavirus stilvolle Mahlzeiten im Freien anbieten kann: kleine Glaskabinen für zwei oder drei Personen, in denen intime Kokons auf einer öffentlichen Terrasse entstehen.

Die Kellner tragen Handschuhe und transparente Gesichtsschutzschilde und bringen Geschirr mit einem langen Brett in die Glaskabinen, um einen minimalen physischen Kontakt mit den Kunden zu gewährleisten.

Während das Konzept derzeit nur für Familienmitglieder und Freunde von Mitarbeitern des ETEN-Restaurants, das Teil des Mediamatic Arts Center ist, erprobt wird, sieht es auf jeden Fall glamourös aus, da die Gäste bei Kerzenschein und Blick auf das Wasser genießen.

"Es ist super gemütlich, es ist wirklich gemütlich, es ist schön und das Essen ist köstlich", sagte Janita Vermeulen, die zu einem Probendinner mit ihrer Mitbewohnerin eingeladen wurde. Die Organisatoren nennen das Projekt "Serres Séparées" (separate Gewächshäuser), weil sie sagen, dass es auf Französisch besser klingt.

"Wir lernen jetzt, wie man die Reinigung macht, wie man den Service macht, wie man die leeren Teller auf elegante Weise wieder herausholt, damit man sich immer noch gut aufgehoben fühlt", sagte Willem Velthoven von Mediamatic.

Niederländische Restaurants sind bis mindestens 19. Mai für die Öffentlichkeit geschlossen, obwohl Küchen zum Mitnehmen betrieben werden können.

Der niederländische Restaurantverband KNH hat erklärt, dass selbst wenn Restaurants mit begrenzter Kapazität und mit vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen wiedereröffnet werden dürfen, viele finanziell ruiniert werden, wenn die Regeln für soziale Distanzierung beibehalten werden.


Hagen – Hier gedeiht die Hoffnung auf bessere Zeiten!

Das Restaurant „Novy’s“ in Hagen hat im Außenbereich Gewächshäuser aufgestellt, um die Anzahl der Sitzplätze trotz der Corona-Beschränkungen zu erhöhen: Zwei große (je 750 Euro, im Internet bestellt) für vier Gäste und zwei kleine (je 500 Euro) für zwei Gäste.

Drei weitere könnte Gastronom Thomas Bielefeld (58) noch aufbauen. „Ich schaue mal, wie das angenommen wird. Die erste Resonanz ist positiv.“

Zehn Wochen war das Restaurant geschlossen, die Umsatzeinbußen liegen bei 100 000 Euro! Seit Dienstag ist das „Novy’s“ endlich wieder geöffnet. Die 60 Plätze im Innenraum mussten aber auf 40 reduziert werden, da sind die zwölf zusätzlichen in den Gewächshäusern enorm hilfreich.

Die Idee hat Bielefeld aus Holland. Er hat die Häuser erst mal ohne Absprache mit der Stadt aufgestellt. Der Gastronom: „Jetzt ist keine Zeit für Anträge, es geht ums wirtschaftliche Überleben!“



 

 

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.